Bei schädlichen Gewohnheiten denkt man meist nur an Drogen und Alkohol, aber eigentlich beginnt es bereits beim Zucker. Zucker, zuckerhaltige Speisen, Getränke, Alkohol, Tabakprodukte und Drogen stören den pH-Wert des Mundes. Dadurch können sich Bakterien und Krankheitserreger vermehren, was zu einer schnelleren Kariesbildung, Erosion und sogar zu schwereren Zahnschäden oder Zahnverlust führen kann. Der pH-Wert des Mundes liegt bei 7,2; darunter spricht man von einem sauren, darüber von einem basischen Wert. Dieser Wert wird durch den Konsum von Lebensmitteln, Getränken und schädlichen Gewohnheiten negativ beeinflusst. Der Speichel spielt eine wichtige Rolle bei der biologischen Reinigung, denn er dient nicht nur der Verdauung und dem Zusammenkleben von Nahrungsmitteln, wie wir es im Biologieunterricht gelernt haben, sondern auch der Reinigung der Zähne. Wenn wir diesen biologischen Mechanismus stören, fördert dies das Wachstum von Bakterien und anderen Krankheitserregern. Um den pH-Wert auf einem angemessenen Niveau zu halten, ist es ratsam, das Rauchen und den Verzehr von sauren Speisen und Getränken zu vermeiden. Zu viel Säure kann zur Zerstörung des Zahnschmelzes führen (Säureerosion), die später nur noch durch den Zahnarzt mit restaurativen Techniken (wie Füllungen oder Kronen) behoben werden kann.
Zucker ist im Kleinkindalter am gefährlichsten, da Karies bei Milchzähnen einen schnellen Verlauf nimmt. Wenn ein Milchzahn eines Kindes "bis zur Wurzel" abgebrochen ist, sodass nur noch ein schwarzer Stumpf sichtbar ist, ist dies auf schlechte Mundhygiene zurückzuführen.
Warum ist das gefährlich?
Da es die sich entwickelnden Keime der bleibenden Zähne beeinträchtigt, können verfärbte Flecken auf den später durchbrechenden Zähnen erscheinen, und es besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass diese kariös werden. Außerdem wird es als Infektionsherd im Mund des Kindes angesehen, stört den Kauprozess (das Kind kann nicht richtig essen), und die Verdauung wird beeinträchtigt. Dies kann zu Magengeschwüren oder anderen inneren Organerkrankungen führen.
Babyflaschen-Syndrom: Dies bedeutet, dass ein Kind im frühen Alter zu viele zuckerhaltige und/oder saure Getränke (z. B. Fruchtsaft) erhält, was dazu führt, dass die Frontzähne des Kindes leicht kariös werden und kleine schwarze Stümpfe anstelle von Zähnen zurückbleiben. Dies kann später das Selbstwertgefühl des Kindes beeinträchtigen, da es mit dem Bewusstsein aufwächst, dass sein Lächeln nicht schön ist. Aus diesem Grund wird empfohlen, Kleinkindern Wasser oder Milch zu geben, um die Zahnentwicklung zu fördern. (Wenn ein Kind laktoseintolerant ist, ist es ratsam, einen Kinderarzt zu konsultieren, wie man Mineralstoffe und Spurenelemente ergänzen kann.)
Rauchen, Kaffee, Tee, Alkohol und Drogen führen ebenfalls zu Erosion und können Verfärbungen, Schäden und den Verlust von Zähnen verursachen. Die durch den Zahnverlust verursachten Verdauungsprobleme sowie Selbstwertprobleme aufgrund des schlechten Aussehens des Lächelns treten auch im Erwachsenenalter auf.
E-Zigaretten und Tabakerhitzer werden oft als gesündere Variante der herkömmlichen Zigaretten angesehen, doch dies kann durch Langzeitstudien nicht bestätigt werden. Es stimmt zwar, dass sie weniger Zusatzstoffe enthalten, jedoch die gleiche Menge an Nikotin, was die Zähne gelblich verfärben und das Zahnfleisch ungünstig zurückgehen lassen kann, sowie die Entstehung von Parodontalerkrankungen begünstigt. E-Zigaretten haben ebenfalls einen säurebildenden Einfluss auf den pH-Wert der Mundhöhle, ähnlich wie herkömmliche Zigaretten, da sie Propylenglykol und Glycerin enthalten. Diese Inhaltsstoffe wirken sich ebenso schädlich auf die Zähne und den Körper aus wie die schädlichen Stoffe in Zigaretten. Ebenso gefährlich sind Energydrinks, da sie derzeit unreguliert sind und somit auch für Kinder zugänglich sind, die von ihrem süßen Geschmack und belebenden Effekt angezogen werden.
Alkohol und Drogen haben ebenfalls eine äußerst nachteilige Wirkung auf die Zähne und die Weichgewebe der Mundhöhle. Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass Tabakprodukte (wie Kautabak, Betel, Snus, E-Zigaretten, Zigaretten), Drogen und Alkohol das Risiko für Mundkrebs erheblich erhöhen, und die Prognose der Betroffenen ist in der Regel schlechter.
Wir möchten Ihnen empfehlen, wenn Sie schädlichen Gewohnheiten nachgehen, jährlich oder sogar halbjährlich eine zahnärztliche Kontrolluntersuchung wahrzunehmen, damit eventuelle Veränderungen an den Zähnen und der Mundschleimhaut so früh wie möglich behandelt werden können!